Drei-Fragen-Donnerstag - 22.07.
Wöchentlich stellt sich Frank Piwecki den Fragen seines Teams, seiner Unterstützer*innen und auch Ihren Fragen, wenn Sie uns diese mitteilen.
Im heutigen Special geht es mal nur im Fragen von Ihnen. Einen Punkt haben wir aber gestrichen (siehe unten).
Nico: Hallo Frank, seit wir das mit den Interviews machen, haben wir die Leute immer wieder aufgefordert, uns Fragen zu schicken, die ich dir hier stellen kann. Im heutigen Special sollen die ersten mal zu Wort kommen.
Unsere erste Frage kam ganz klassisch, nämlich analog am SPD-Wahlkampfstand herein und die soll ruhig den Anfang machen. Anastasia aus Steinbeck möchte wissen: „Was konkret werden Sie für eine Verbesserung der Anzahl von Kita-Plätzen tun?“
Frank: Das ist eine sehr gute Frage, die ich in drei Teilen beantworten möchte:
Erstens brauchen wir räumliche Kapazitäten, um alle Kinder unter 6 Jahren mit einem Ganztagsanspruch ab 2025 unterzubringen. Dazu werden wir weiterhin ausbauen, anbauen, neubauen, um für alle Kids qualitativ ansprechende Räume zu schaffen.
Der Bedarf an Kita-Plätzen sorgt natürlich zweitens dafür, dass wir auch dafür sorgen, dass das entsprechende Fachpersonal angeworben, eingestellt und langfristig gehalten wird. Auch der Erziehungsbereich ist vom Fachkräftemangel bedroht und neben verbesserten Ausbildungsmöglichkeiten werden wir viele neue Erzieherinnen und Erzieher in unserer Stadt begrüßen.
Das führt mich zum dritten Punkt: Buchholz muss eine Stadt sein, die sich unsere Erzieherinnen und Erzieher auch leisten können. Wer mich oft im politischen Tagesgeschehen erlebt, der kann es schon nicht mehr hören, aber es ist wichtig und deswegen komme ich um folgende Situation nicht drumherum: Mich sprach eine neue Mitarbeiterin in einer buchholzer Kita an. Sie war gerade neu und ich fragte sie, wo sie denn wohne. Da druckste sie zuerst rum und erzählte mir dann, dass sie zwei Orte weiter gezogen ist, weil sie in Buchholz keine Wohnung gefunden hat, die sie sich leisten kann.
Das ist für mich unhaltbar und ein Beweis, dass wir absolut auf dem richtigen Weg sind, wenn wir mehr bezahlbaren Wohnraum einfordern und schaffen.
Nico: Die nächste Frage kam unfassbar oft, aber vielleicht können wir sie hier ein mal zur allgemeinen Information beantworten: Wann kommt denn mal die Dritte-Welt-Ampel am Nordring weg?
Frank: Das Thema beschäftigt uns seit Jahren und ist mir persönlich ein Dorn im Auge. Die Anlage sieht nicht nur übel aus, sie ist mir als Teil des Schulwegs nicht sicher genug und noch dazu staut sie viel zu oft den Verkehr.
Leider ist es eine Kreisstraße, das heißt der Landkreis Harburg muss sich kümmern und wir können als Stadt gar nichts beschließen. Meine SPD-Kollegen im Kreistag haben das Thema allerdings auf dem Zettel und aktuell wird an der Stelle die Realisierung eines Kreisverkehrs angegangen. Diese Ampel ist schon viel zu lange ein Provisorium, aber ein Ende ist in Sicht. Dann sollen Radverkehr, Schulweg und Autoverkehr gleichermaßen sicher passieren können.
Als Bürgermeister werde ich beim Kreis darauf drängen, dass dies alles schnell umgesetzt wird.